Maslows Bedürfnishierarchie im Unternehmen
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Für Esker ist der Aufbau eines menschenzentrierten und nachhaltigen Unternehmens seit der Gründung vor 39 Jahren ein zentrales Ziel. Und auch heute stellen wir uns weiterhin die Frage, wie wir andere dazu ermutigen können, diese Vision ebenfalls für ihre Organisationen zu übernehmen.
Eine Urlaubslektüre führte mich zur Maslowschen Bedürfnishierarchie, und diese Theorie erschien mir nicht nur auf persönlicher Ebene passend, sondern auch im geschäftlichen Kontext. Nach Maslow werden Menschen durch das Ziel motiviert, fünf Ebenen von Bedürfnissen zu erfüllen: physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Wertschätzung und Selbstverwirklichung. Dabei müssen die grundlegenden Bedürfnisse erfüllt sein, bevor höhere Bedürfnisse verfolgt werden können.

Auch die Bedürfnisse eines Unternehmens lassen sich in eine ähnliche Rangfolge einteilen: Die Source-to-Pay- (S2P) und Order-to-Cash- (O2C-) Prozesse umfassen den Informations- und Geldfluss zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden sowie Lieferanten. Diese Prozesse bilden das Fundament der Geschäftsabläufe, da sie den gesamten Beschaffungs- und Verkaufszyklus abdecken – von der Lieferantenauswahl und Bestellung über die Lieferung von Waren oder Dienstleistungen bis hin zum Zahlungseingang. Die Automatisierung dieser Prozesse steigert Effizienz, Genauigkeit und Geschwindigkeit und verbessert gleichzeitig die Kundenzufriedenheit. Diese Vorteile wirken sich wiederum auf alle Geschäftsbeziehungen aus – auf Einkäufer, Lieferanten, Kunden und Mitarbeitende gleichermaßen.
Wie Maslows Bedürfnishierarchie auf Unternehmen angewendet werden kann
Wenn man die Maslowsche Bedürfnishierarchie als Vorlage nutzt, lassen sich die fünf Motivationsebenen auch auf Unternehmen übertragen:
- Physiologische Bedürfnisse umfassen beim Menschen Nahrung, Wasser und Schutz. Für ein Unternehmen entsprechen diesen Bedürfnissen Liquidität, Cashflow und Zahlungsfähigkeit. Die Automatisierung der S2P- und O2C-Prozesse – insbesondere durch KI-gestützte Lösungen – hilft Unternehmen dabei, diese Grundlagen zu sichern, indem Prozesse schneller, effizienter und präziser werden. Das bedeutet weniger Fehler und Verzögerungen sowie geringere Kosten durch schnellere Zahlungseingänge und -ausgänge. Darüber hinaus ermöglicht Automatisierung eine bessere Überwachung und Steuerung des Cashflows, sodass stets ausreichend Mittel für den laufenden Betrieb und weiteres Wachstum zur Verfügung stehen.
- Sicherheitsbedürfnisse beziehen sich auf Stabilität, Schutz und Verlässlichkeit. Durch die Verbesserung der Qualität und Konsistenz von S2P- und O2C-Prozessen mithilfe von Automatisierung können Unternehmen ihre Anfälligkeit für Unterbrechungen, Streitfälle und Betrug reduzieren. Automatisierungslösungen tragen zum Aufbau einer zuverlässigen Lieferkette bei, unterstützen die Einhaltung von Regeln und Vorschriften und helfen, Risiken durch konsistente Entscheidungsfindung, verlässliche Prognosen und präzise Dateneinblicke zu minimieren.
- Soziale Bedürfnisse beschreiben allgemein das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Akzeptanz und Verbundenheit. Genau diesem Aspekt messen wir bei Esker große Bedeutung bei: Wenn ein Unternehmen Verantwortung für die Bedürfnisse aller Beteiligten in seinem geschäftlichen Ökosystem übernimmt, entsteht das, was wir als Positive-Sum-Growth bezeichnen. Das bedeutet, dass kein Unternehmen langfristig auf Kosten von Mitarbeitenden, Lieferanten, Kunden oder der Umwelt erfolgreich sein kann. Automatisierung unterstützt Unternehmen dabei, diesem Anspruch gerecht zu werden, indem sie die Kommunikation und Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern verbessert. Das führt nicht nur zu höherer Kundenzufriedenheit und stärkerer Kundenbindung, sondern auch zu besseren Lieferantenbeziehungen und einer höheren Mitarbeiterbindung.
- Wertschätzungsbedürfnisse beziehen sich auf Anerkennung, Respekt und das Gefühl, etwas erreicht zu haben. Die Beschleunigung von Geschäftsprozessen und die Verbesserung ihrer Qualität sorgen für eine höhere Profitabilität. Dadurch verschafft sich ein Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, kann eine starke Leistungsfähigkeit nach außen kommunizieren und nachhaltiges Wachstum erzielen. Gleichzeitig wirken sich diese Ergebnisse positiv auf das Markenimage und die Reputation eines Unternehmens aus, was wiederum dazu beiträgt, Kunden und Talente zu gewinnen und zu halten sowie das Vertrauen der Lieferanten zu stärken.
- Selbstverwirklichung steht für persönliches Wachstum und die Entfaltung des eigenen Potenzials. Eine klare Vision, eine starke Unternehmenskultur und der Fokus auf einen positiven Beitrag für die Gesellschaft schaffen ein Geschäftsumfeld, das echten Mehrwert für alle bietet. Automatisierung hilft Unternehmen dabei, diese Ebene zu erreichen, indem sie Zeit und Ressourcen für strategische Planung, Wertschöpfung und gesellschaftliche Verantwortung freisetzt. Werden S2P- und O2C-Prozesse konsequent an Mission, Vision und Werten des Unternehmens ausgerichtet, entsteht die Grundlage für mehr Fokus, kreative Entfaltung sowie nachhaltiges und agiles Handeln.
Da Unternehmen aus Menschen bestehen, ist es kaum überraschend, wie gut sich diese beiden Konzepte vergleichen lassen. Ähnlich wie in Überlebens-TV-Sendungen im Freien, in denen Teilnehmende zunächst Schutz bauen und Nahrung beschaffen, bevor sie sich Verbesserungen oder kreativen Projekten widmen, sollten auch Organisationen zuerst ihre Grundlagen absichern, bevor sie Expansion oder reine Prestigeprojekte verfolgen. Die Automatisierung von S2P- und O2C-Prozessen erfüllt nicht nur grundlegende operative Anforderungen, sondern schafft auch langfristigen Wert und Sinn – für das Unternehmen selbst ebenso wie für alle Stakeholder in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld.
Um mehr über Positive-Sum-Growth zu erfahren und darüber, wie wir dieses Prinzip in unsere Lösungen und unseren Arbeitsalltag integrieren, besuchen Sie www.esker.com/de.