Elektronische Rechnungsstellung in Italien: SdI, FatturaPA und Compliance
Bereiten Sie sich auf die elektronische Rechnungsstellung in Italien vor, mit klarem Blick auf das lokale Modell, die Compliance-Anforderungen und die Rolle des Sistema di Interscambio (SdI). Italien ist Vorreiter in Europa: Als erstes EU-Land hat es die verpflichtende elektronische Rechnungsstellung im B2B-Bereich landesweit eingeführt.
*Diese Seite dient ausschließlich als praxisorientierter Überblick. Anforderungen, Vorschriften, Fristen und technische Spezifikationen können sich im Lauf der Umsetzung ändern.

Elektronische Rechnungsstellung in Italien auf einen Blick
Von der Wahl des E-Rechnungsmodells bis zum Rollout-Zeitplan: Das sind die zentralen Punkte, die Unternehmen bei der Vorbereitung auf die italienische E-Rechnungspflicht berücksichtigen sollten.
Aktueller Status: in Kraft und verpflichtend
Geltungsbereich: B2B-, B2G- und B2C-Transaktionen
Die Reform umfasst sämtliche inländischen Transaktionen.
Grenzüberschreitende Transaktionen sind ebenfalls meldepflichtig.Format: FatturaPA
Rechnungen sind im Format FatturaPA auszustellen (strukturiertes XML-Format der italienischen Steuerbehörde).
Archivierung: 10 Jahre
Die Aufbewahrungsfrist für Rechnungen beträgt 10 Jahre ab Rechnungsdatum.
Übermittlung: zertifizierte Dienstleister und SdI
E-Rechnungen werden über zertifizierte Dienstleister an die staatliche Austauschplattform Sistema di Interscambio (SdI) übermittelt.
Zeitplan und wichtigste Fristen für die elektronische Rechnungsstellung in Italien
Die Einführung der E-Rechnung in Italien begann mit der öffentlichen Verwaltung und wurde seitdem auf nahezu alle Steuerpflichtigen ausgeweitet, einschließlich Kleinstunternehmen und grenzüberschreitender Meldungen.
Januar 2019
Die elektronische Rechnungsstellung wurde für alle inländischen B2B- und B2C-Transaktionen über das italienische SdI zur Pflicht.
Juli 2022
Grenzüberschreitende Transaktionen mussten über das SdI gemeldet werden. Damit wurde das bisherige Meldeverfahren Esterometro abgelöst.
Januar 2024
Die E-Rechnungspflicht wurde auf alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen ausgeweitet, einschließlich der Kleinstunternehmer im pauschalen Steuerregime (regime forfettario). Seitdem müssen alle Unternehmen elektronische Rechnungen über das SdI ausstellen und empfangen.
Die Umsetzungstermine und Anforderungen können sich noch ändern, da Vorschriften, technische Spezifikationen und behördliche Hinweise fortlaufend weiterentwickelt werden.
Nichteinhaltung kann zu Strafen führen
Die italienische E-Rechnungsreform sieht Verwaltungsstrafen für Unternehmen vor, die ihren Pflichten nicht nachkommen. Mögliche Compliance-Risiken:
- Versäumnis bei der Ausstellung konformer E-Rechnungen
- Fehlende Melde- oder Übermittlungspflichten
- Nutzung nicht konformer E-Rechnungsplattformen
- Unzureichende Rückverfolgbarkeit oder Archivierung von Rechnungen
E-BOOK
Leitfaden zur globalen E-Invoicing-Bereitschaft
Erfahren Sie, wie sich die wichtigsten globalen E-Invoicing-Modelle entwickeln, welche Compliance-Trends sich abzeichnen und welche Fähigkeiten eine skalierbare Plattformstrategie heute braucht.

Was die italienische E-Rechnungsreform für Unternehmen verändert
Die Reform verändert, wie Rechnungsdaten ausgetauscht, weitergeleitet und gemeldet werden. Unternehmen brauchen das passende operative Setup und das richtige Compliance-Modell, um sich wirksam vorzubereiten und einen reibungslosen Rollout sicherzustellen.

Operative Veränderungen frühzeitig einplanen
Das italienische Mandat wirkt sich darauf aus, wie Teams mit Rechnungsdaten, Workflows und Geschäftspartnern arbeiten. Werden die neuen Anforderungen konsequent umgesetzt, lassen sich Reibungen reduzieren und der laufende Betrieb bleibt stabil.
- Rechnungsinhalte, Datenfelder und Pflichtangaben prüfen
- ERP-Systeme und Rechnungsworkflows abstimmen
- Kunden- und Lieferantenprozesse koordinieren
- Rückverfolgbarkeit der Rechnungen und Archivierung sicherstellen

Die richtige Compliance-Strategie wählen
Das italienische Modell stellt konkrete Anforderungen an Plattformen, strukturierte Formate und das Austauschmodell. Unternehmen brauchen einen Ansatz, der den lokalen Rechtsrahmen abdeckt und langfristig mitwächst.
- Lokale Rechnungsformate unterstützen
- An die passende Plattformumgebung anbinden
- Interoperabilität und Anforderungen an den Rechnungsaustausch steuern
- Mit künftigen regulatorischen Änderungen Schritt halten
Warum Esker für die elektronische Rechnungsstellung in Italien
Die richtige E-Rechnungs-Lösung für Italien geht über das Erfüllen regulatorischer Vorgaben hinaus. Unternehmen brauchen eine Plattform, die lokale Compliance unterstützt und zugleich Transparenz, Kontrolle und Effizienz über alle Rechnungsprozesse hinweg verbessert.
Für Kunden- und Lieferantenrechnungen konzipiert
Esker vereint die Ausstellung von Kundenrechnungen und die Verarbeitung von Lieferantenrechnungen auf einer integrierten Plattform.
Auf Compliance und Interoperabilität ausgelegt
Esker steuert strukturierte Rechnungsformate, zertifizierte Plattformumgebungen, Interoperabilitätsanforderungen und die sich entwickelnden italienischen E-Invoicing-Pflichten über eine skalierbare Plattform.
Breitere Finance-Transformation ermöglichenMit
Esker wächst die E-Invoicing-Bereitschaft mit, in Richtung Kreditorenbuchhaltung, Debitorenbuchhaltung sowie Source-to-Pay- und Order-to-Cash-Projekte.
Auf kommende EU-Vorgaben (ViDA) vorbereitet
Esker unterstützt Sie bei der Vorbereitung auf Initiativen wie VAT in the Digital Age (ViDA) und erleichtert die Anpassung an harmonisierte EU-Anforderungen zur E-Rechnung.
Schreiben Sie uns
Bitte füllen Sie das untenstehende Formular aus, um mit uns in Kontakt zu treten.
Rechnungsprozesse automatisieren. Compliance von Tag eins sicherstellen.
Setzen Sie Esker Accounts Payable und Esker Invoice Delivery ein, um Rechnungsprozesse zu verschlanken, Transparenz zu schaffen und aktuelle wie künftige Compliance-Anforderungen zuverlässig abzudecken.
Häufig gestellte Fragen
Ist die elektronische Rechnungsstellung in Italien verpflichtend?
Ja. Die elektronische Rechnungsstellung ist für alle inländischen B2G-, B2B- und B2C-Transaktionen verpflichtend. Diese Pflicht gilt für alle in Italien ansässigen, umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen. Für B2G-Rechnungen stellen Lieferanten elektronische Rechnungen über das Sistema di Interscambio (SdI) im Format FatturaPA aus. Die B2G-Pflicht gilt für öffentliche Verwaltungen flächendeckend seit März 2015.
Was ist das elektronische Rechnungssystem in Italien?
Das System heißt Sistema di Interscambio (SdI). Es handelt sich um eine zentrale Plattform, die von der Agenzia delle Entrate betrieben wird und E-Rechnungen im XML-Format FatturaPA zwischen Lieferanten und Kunden validiert und übermittelt.
Wann hat Italien die verpflichtende E-Rechnung eingeführt?
Italien hat die verpflichtende B2G-E-Rechnung im März 2015 eingeführt. Die Pflicht wurde zum 1. Januar 2019 auf B2B- und B2C-Transaktionen ausgeweitet. Damit war Italien Vorreiter beim E-Invoicing in Europa.
Wie lange müssen E-Rechnungen in Italien archiviert werden?
E-Rechnungen müssen in Italien 10 Jahre lang revisionssicher archiviert werden, um die Compliance-Anforderungen zu erfüllen.
Warum wurde die B2B- und B2C-E-Rechnung eingeführt?
Mit der Einführung der verpflichtenden B2B- und B2C-E-Rechnung 2019 wollte Italien Geschäftstransaktionen und die Verwaltung steuerlicher Dokumente einfacher, transparenter und nachvollziehbarer machen. Italien war das erste EU-Land, das die verpflichtende elektronische Rechnungsstellung für diese Transaktionen eingeführt hat. Die zentralen Ziele: Steuerprozesse vereinfachen, Verwaltungsaufwand reduzieren und zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung sowie des Mehrwertsteuerbetrugs beitragen.
Eine cloudbasierte Lösung für die B2B- und B2C-E-Rechnung schafft zusätzliche Transparenz: Rechnungsprozesse lassen sich für Kunden und Lieferanten einfacher steuern und nachvollziehen.
Ist Esker mit dem italienischen NSO-Mandat konform?
Die Cloud-Plattform von Esker unterstützt die B2B- und B2C-E-Rechnung sowie die Anforderungen des italienischen nationalen Gesundheitswesens (SSN) an die elektronische Bestellverwaltung über die Nodo Smistamento Ordini (NSO)-Plattform, die auf PEPPOL basiert. Die Esker-Lösungen binden sich in bestehende Unternehmenssysteme ein und verarbeiten sämtliche elektronische Formate.
Die Vorteile für Unternehmen:
- Alle Bestellungen über eine einzige Oberfläche verwalten, unabhängig von Kanal oder Format
- Echtzeit-Transparenz über alle Bestellungen, einschließlich NSO-Bestellungen
- Vorab vereinbarte NSO-Bestellungen direkt aus der Standard-Auftragsverwaltungslösung steuern
- Compliance mit dem italienischen Haushaltsgesetz 2018 (Legge di Bilancio 2018) unterstützen