SAP Cash Application ohne zusätzliche ERP-Komplexität
SAP ist das maßgebliche System für Finanzdaten. Cash-Application-Teams benötigen jedoch häufig Funktionen, die ein ERP allein nicht bieten kann. Eine spezialisierte Lösung kann Echtzeit-Dashboards, direkt in die Workflows eingebettete KI, eine intuitive Bearbeitung von Ausnahmen und flexible Regeln bereitstellen, die sich an die Prozesse und spezifischen Anforderungen jeder Organisation anpassen. Außerdem verbindet sie die Cash Application mit nachgelagerten Debitorenprozessen wie Inkasso, Kreditmanagement und Abzugsbearbeitung, sodass alle Teams mit denselben Echtzeitinformationen arbeiten.
Diese Funktionen entfalten ihren vollen Nutzen jedoch nur, wenn die Lösung ordnungsgemäß in SAP integriert ist. Nachdem eine Zahlung abgeglichen und zugeordnet wurde, müssen Abstimmung und Verbuchung in SAP präzise und in Echtzeit erfolgen. Nur so werden Konten aktualisiert, bezahlte Posten ausgeglichen und sämtliche Debitorenprozesse auf demselben Stand gehalten.
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Warum der Zahlungsabgleich nicht das Ende des Cash-Application-Prozesses ist
- Was tatsächlich geschieht, wenn die Abstimmung mit SAP hinterherhinkt
- Was eine geeignete SAP-Integration bewältigen muss – von Teilzahlungen bis zur Ausrichtung auf Clean Core
- Wie sich Cash Application automatisieren lässt, ohne zusätzlichen Aufwand für die IT zu verursachen oder auf den Abschluss der SAP-Migration zu warten
Der Prozess endet nicht mit dem Abgleich einer Zahlung
Eine Cash-Application-Lösung erfasst Informationen aus Zahlungsavisen und gleicht eingehende Zahlungen mit offenen Rechnungen oder Gutschriften ab. Der Abgleich ist jedoch nur die Hälfte der Aufgabe. Erst die Abstimmung und Verbuchung in SAP schließen den Prozess vollständig ab: Sobald eine Zahlung zugeordnet wurde, muss SAP den Vorgang abbilden, die richtigen Kundenposten ausgleichen und den Zahlungsstatus entsprechend aktualisieren.
Verzögert sich dieser Schritt, sind die Auswirkungen schnell in weiteren Bereichen zu spüren. Debitorenteams verfolgen Rechnungen weiter, die technisch bereits bezahlt sind, arbeiten mit Kontoinformationen, die nicht mehr der Realität entsprechen, und untersuchen Abweichungen, die gar nicht erst entstehen sollten. Eine zunächst kleine Integrationslücke zwischen zwei Systemen kann dadurch den Arbeitsalltag von Kreditmanagement, Inkasso und Kundenservice erheblich beeinflussen.
Was eine geeignete SAP-Integration tatsächlich leisten muss
Um diese Lücke zu schließen, muss die Cash-Application-Lösung direkt mit SAP verbunden sein. Sobald eine Zahlung zugeordnet wird, müssen die Informationen automatisch übertragen und der Zahlungsstatus in Echtzeit aktualisiert werden – ohne manuelle Übergabe.
Die Verbindung muss außerdem flexibel genug sein, um die unterschiedlichen Verfahren zur Buchung von Teilzahlungen und Restposten abzubilden. Statt einen einheitlichen Ansatz vorzugeben, muss sie die unternehmenseigenen SAP-Buchungsregeln berücksichtigen. Idealerweise erfolgt die Integration über von SAP unterstützte Webservices, veröffentlichte APIs und BAPIs. So bleibt die Verbindung sicher und synchronisiert, ohne individuellen Code im ERP-Kern zu erfordern.
Für SAP Clean Core konzipiert
Unternehmen, die SAP S/4HANA einsetzen oder dorthin migrieren, sollte die Cash-Application-Logik entsprechend den SAP-Clean-Core-Prinzipien außerhalb des ERP-Kerns bleiben. So erhält der Finanzbereich die benötigte Automatisierung, während die IT keinen weiteren individuellen Baustein testen, absichern und bei jedem künftigen SAP-Upgrade warten muss.
Dieser Ansatz ist auch für Unternehmen wichtig, die eine Migration von ECC zu S/4HANA vorbereiten, hybride ECC- und S/4HANA-Umgebungen parallel betreiben oder mehrere SAP-Instanzen verwalten. In all diesen Situationen ist der Schutz des ERP-Kerns unverzichtbar.
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Weniger individuelle Arbeit für die IT
Ohne eine vorgefertigte Integration fällt die Alternative meist der IT zu: Sie muss eine interne Schnittstelle zwischen der Cash-Application-Lösung und SAP entwickeln und warten und diese Arbeit bei jeder Veränderung der ERP-Umgebung erneut überprüfen. Diese Belastung wächst im Laufe der Zeit oft unbemerkt, insbesondere über mehrere Upgrade-Zyklen hinweg.
Eine vorgefertigte Integration nimmt der IT diese Aufgabe ab. Der Finanzbereich kann schneller automatisieren, während die IT die Flexibilität für künftige Upgrades behält, die sie andernfalls aufgeben müsste. Gleichzeitig sollte sich die Integration problemlos mit SAP BTP, vorhandener Middleware und den weiteren Komponenten der bestehenden SAP-Architektur kombinieren lassen.
Bessere Informationen für Debitorenteams
Die Echtzeitabstimmung verändert die Informationsgrundlage, mit der Cash-Application-, Kredit- und Inkassoteams täglich arbeiten. Sie erkennen unmittelbar, dass eine Zahlung verarbeitet wurde, anstatt auf eine Dateiübertragung oder eine manuelle Statusaktualisierung warten zu müssen.
In der Praxis bedeutet dies weniger Inkassoaktivitäten für bereits beglichene Rechnungen. Gleichzeitig stehen bessere Informationen für Kreditentscheidungen und für die Gespräche der Debitorenteams mit Kunden zur Verfügung.
Wo Esker ins Spiel kommt
Echtzeitabstimmung, eine flexible Verarbeitung von Teilzahlungen, eine an Clean Core ausgerichtete Architektur sowie die Integration über SAP-eigene APIs und BAPIs statt über individuellen Code: Genau dafür wurde die vorgefertigte SAP-Integration von Esker entwickelt. Sie verbindet Esker Cash Application direkt mit SAP. Sobald eine Zahlung zugeordnet wird, bildet SAP den Vorgang in Echtzeit ab, ohne dass die IT eine individuelle Integration entwickeln oder warten muss.
SAP bleibt das maßgebliche System. Daran ändert sich nichts. Esker stellt lediglich die Automatisierungsebene bereit, die das ERP umgibt. Genau darum geht es bei einer ERP-sicheren Transformation: Workflows schon heute verbessern, ohne die bestehende ERP-Strategie zu verändern.
Die SAP-Migration kann nach ihrem eigenen Zeitplan weiterlaufen. Die Automatisierung der Cash Application muss nicht auf ihren Abschluss warten.
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