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5 Aufgaben in der Debitorenbuchhaltung, die KI übernimmt

Maud Berger

Debitorenteams stehen heute vor bekannten Herausforderungen: steigende Arbeitsvolumen, wachsende Kundenerwartungen und der ständige Druck, ihre Leistung zu verbessern — häufig ohne zusätzliches Personal.

Mit zunehmenden Rechnungsvolumen und komplexeren Kundeninteraktionen verbringen viele Debitorenteams weniger Zeit mit strategischen Forderungsaktivitäten und mehr Zeit mit aufwendigen administrativen Aufgaben. Dazu gehören die Prüfung der Kundenkommunikation, die Priorisierung von Konten, die Suche nach Informationen und die Verarbeitung von Daten. Qualifizierte Mitarbeitende im Forderungsmanagement sind dadurch zu stark mit der Verwaltung von Aufgaben beschäftigt, anstatt Kundenbeziehungen zu pflegen.

Genau hier schafft KI einen echten Wettbewerbsvorteil — nicht indem sie Mitarbeitende im Forderungsmanagement ersetzt, sondern indem sie sie von repetitiven Tätigkeiten entlastet. So können sie sich auf Aufgaben und Strategien konzentrieren, die Cashflow, Kundenerlebnis und Geschäftsergebnisse direkt verbessern.

Dieser Blogartikel stellt fünf Aufgaben vor, für die KI-gestützte Automatisierungslösungen im modernen Forderungsmanagement besonders gut geeignet sind, und zeigt, welche konkreten Vorteile Unternehmen erwarten können.

Die Rolle von KI im Forderungsmanagement: KI ersetzt weder das Urteilsvermögen und die Erfahrung noch die Fähigkeit der Mitarbeitenden, vertrauensvolle Kundenbeziehungen aufzubauen. Sie reduziert repetitive administrative Aufgaben, die sie daran hindern, diese Kompetenzen dort einzusetzen, wo sie den größten Mehrwert schaffen.

1. Kunden mit Handlungsbedarf priorisieren

Wenn Hunderte oder Tausende von Rechnungen bearbeitet werden müssen, kann bereits die Entscheidung über die richtigen Prioritäten zu einer eigenständigen Aufgabe werden. Traditionell basiert die Priorisierung auf Fälligkeitsanalysen, Kundensalden oder manuellen Einschätzungen. Diese Ansätze sind zwar hilfreich, erkennen neu entstehende Risiken jedoch häufig nicht früh genug.

KI-Lösungen schaffen Mehrwert, indem sie Zahlungsverhalten und -historie, Kundenrisikoindikatoren sowie offene Forderungen kontinuierlich analysieren. So identifizieren sie die Kunden, die sich voraussichtlich am stärksten auf die Cash-Performance auswirken. Statt eine statische Liste abzuarbeiten, erhalten die Mitarbeitenden eine dynamisch priorisierte Aufgabenliste, die zeigt, wo ihr Eingreifen am dringendsten erforderlich ist.

Zu den daraus entstehenden Effizienzvorteilen gehören:

  • Effektivere Nutzung der verfügbaren Arbeitszeit
  • Frühere Erkennung von Zahlungsrisiken
  • Stärkere Konzentration auf Konten mit hoher Auswirkung
  • Höhere Produktivität im Forderungsprozess

Statt Zeit mit der Entscheidung zu verbringen, welcher Kunde als Nächstes kontaktiert werden soll, können die Mitarbeitenden dank KI direkt handeln.

2. Vorhersagen, wann Kunden zahlen werden

Eine der häufigsten Fragen im Inkasso ist zugleich eine der schwierigsten: Wird dieser Kunde tatsächlich zum erwarteten Zeitpunkt zahlen?

KI-gestützte Modelle zur Zahlungsprognose erleichtern die Beantwortung dieser Frage. Die Technologie analysiert historisches Zahlungsverhalten, Rechnungsmerkmale und Kundentrends, um abzuschätzen, wann Zahlungen voraussichtlich eingehen werden. Mitarbeitende im Forderungsmanagement erkennen dadurch, bei welchen Kunden eine proaktive Nachverfolgung erforderlich sein könnte und welche Zahlungen planmäßig verlaufen.

Das Ergebnis ist eine intelligentere Inkassostrategie, mit der Debitorenteams:

  • Unnötige Anrufe reduzieren
  • Ihre Ressourcen dort einsetzen, wo sie den größten Effekt erzielen
  • Die Genauigkeit ihrer Prognosen verbessern
  • Mehr Sicherheit über erwartete Zahlungseingänge gewinnen

Statt erst auf überfällige Rechnungen zu reagieren, können Teams das Zahlungsverhalten antizipieren, bevor Probleme entstehen.

3. Gespräche zusammenfassen und die beste nächste Aktion empfehlen

Die Kommunikation mit Kunden ist entscheidend für ein erfolgreiches Forderungsmanagement. Gleichzeitig kann sie sehr zeitaufwendig sein. Mitarbeitende müssen sich häufig in lange E-Mail-Verläufe, mehrere Zahlungsversprechen, Diskussionen über Streitfälle und interne Notizen einarbeiten. Bevor sie handeln können, müssen sie zunächst den vollständigen Kontext und Umfang der jeweiligen Situation verstehen.

Auch in diesem Bereich bietet KI eine praktische Lösung. KI-gestützte Anwendungen können Gespräche automatisch zusammenfassen und wichtige Informationen hervorheben. Dazu gehören Zahlungszusagen, der Status von Streitfällen, Kundenanliegen, bereits durchgeführte Maßnahmen und noch ausstehende Nachfassaktionen. Auf Grundlage des Gesprächskontexts können sie außerdem die beste nächste Aktion empfehlen.

Zu diesen Empfehlungen können gehören:

  • Ein Zahlungsversprechen erfassen
  • Einen Streitfall erstellen oder aktualisieren
  • Ein Kundenproblem eskalieren
  • Eine Follow-up-Nachricht senden
  • Zusätzliche Unterlagen anfordern

KI reduziert den administrativen Aufwand und trägt dazu bei, dass wichtige Maßnahmen nicht übersehen werden. Weniger Zeit für die Prüfung des bisherigen Gesprächsverlaufs bedeutet mehr Zeit für die Lösung von Problemen.

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4. Antworten an Kunden formulieren

Mitarbeitende im Forderungsmanagement wissen, dass Kundenkommunikation sowohl schnell als auch konsistent sein muss. Viele Anfragen erfordern jedoch Informationen, deren Beschaffung zeitaufwendig ist und auf die nicht immer sofort zugegriffen werden kann. Dazu gehören Rechnungskopien, Aktualisierungen zum Zahlungsstatus, Erläuterungen zu Salden und die Nachverfolgung von Streitfällen.

KI vereinfacht diesen häufig aufwendigen Prozess, indem sie auf Grundlage des Gesprächskontexts Antwortvorschläge erstellt. So können Mitarbeitende schnell reagieren und gleichzeitig einen einheitlichen Ton sowie konsistente Aussagen gewährleisten. Die menschliche Prüfung bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses. Die Aufgabe der KI besteht darin, den Zeitaufwand für die Erstellung routinemäßiger Kommunikation deutlich zu reduzieren.

Daraus ergeben sich Vorteile für die Mitarbeitenden und das gesamte Unternehmen:

  • Kürzere Reaktionszeiten
  • Ein besseres Kundenerlebnis
  • Konsistentere Kommunikation
  • Mehr Zeit für strategische Aufgaben im Forderungsmanagement

Statt mit einem leeren Dokument zu beginnen, können die Mitarbeitenden auf einem vorbereiteten Entwurf aufbauen.

5. Zahlungsavise extrahieren und die Transparenz im Forderungsmanagement verbessern

Zahlungszuordnung und Forderungsmanagement werden häufig von getrennten Teams bearbeitet. Die Effektivität des Forderungsmanagements hängt jedoch stark von einer korrekten Zahlungszuordnung ab. Wenn Zahlungsavise nur langsam verarbeitet werden können oder Zahlungen nicht zugeordnet bleiben, besteht das Risiko, bereits beglichene Rechnungen anzumahnen oder mit unvollständigen Informationen zu arbeiten.

KI-gestützte Automatisierungslösungen schließen diese Lücke. Indem sie Zahlungsavise aus E-Mails und zugehörigen Dokumenten automatisch identifizieren, erfassen und extrahieren, reduziert KI den manuellen Aufwand erheblich und beschleunigt die Zahlungszuordnung.

Die Vorteile gehen über die Zahlungszuordnung hinaus. Das Forderungsmanagement erhält eine genauere und aktuellere Sicht auf offene Forderungen durch:

  • Schnellere Verbuchung von Zahlungseingängen
  • Weniger nicht zugewiesenes Cash
  • Genauere Transparenz über offene Posten
  • Bessere Priorisierung im Forderungsmanagement

Ein effizienterer Cash-Application-Prozess hilft den Mitarbeitenden, sich auf die Vorgänge zu konzentrieren, die tatsächlich ihre Aufmerksamkeit erfordern.

Die Zukunft des Forderungsmanagements: intelligenter arbeiten, Zahlungen schneller einziehen

Wenn repetitive Aufgaben wie Priorisierung, Zahlungsprognose, Kommunikationsmanagement und Datenextraktion automatisiert werden, können sich Debitorenfachkräfte auf die Tätigkeiten mit der größten Wirkung konzentrieren:

  • Kundenbeziehungen aufbauen
  • Streitfälle lösen
  • Zahlungsrisiken steuern
  • Das Kundenerlebnis verbessern
  • Zahlungseingänge beschleunigen

Da Debitorenteams wachsende Arbeitsvolumen ohne eine entsprechende Aufstockung des Personals bewältigen müssen, bietet KI einen praktikablen Weg nach vorn.

Erfolgreiche Debitorenteams setzen KI nicht ein, um Mitarbeitende zu ersetzen. Sie nutzen KI-gestützte Automatisierungslösungen, um Tätigkeiten mit geringer Wertschöpfung zu eliminieren, die Zeit und Aufmerksamkeit beanspruchen. Dadurch können erfahrene Fachkräfte intelligenter arbeiten, Kundenbeziehungen stärken und Zahlungseingänge beschleunigen.

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Maud Berger

Maud Berger ist Produktmanagerin für Debitorenbuchhaltung bei Esker und verfügt über fast 15 Jahre Erfahrung im Forderungsmanagement. Sie prägt die AR-Lösungssuite von Esker mit und schreibt über Cashflow-Optimierung, DSO, Working Capital und Finanzprozesse. In enger Zusammenarbeit mit R&D-, Vertriebs- und Marketingteams in verschiedenen Regionen bringt Maud eine praxisnahe Produktperspektive auf Umsatzleistung und Kundenergebnisse ein.

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A PROPOSITO DI ESKER

Esker è una multinazionale nata nel 1985 e negli anni ha sviluppato una piattaforma cloud globale che aiuta le aziende a gestire i processi business in modalità digitale. Unica piattaforma cloud che può gestire sia l’automazione del ciclo P2P (supplier management, contract management, procurement, accounts payable, expense management, payment management, sourcing) che O2C (order management, invoice delivery, collection&payment management, claims&deductions, cash allocation, credit management e customer management). Adottiamo tecnologie innovative che ci permettono di integrarci con gli ERP aziendali e in questi anni abbiamo ottenuto riconoscimenti da Gartner, IDC, Ardent Partner e Forrester.


 

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